Ich hab eben eine sehr interessante Diskussion auf kwerfeldein, einem wirklich gutem Blog über Fotografie, verfolgt. Der Gastvortrag von Steffen Göthling beschäftigt sich mit der Frage: Werde ich Berufsfotograf?
In einer unterhaltsamen Weise werden die Vor- und Nachteile einer solchen Entscheidung aufgeführt. Ein bisschen Witz und Ironie ist dabei, aber auch eine gute Portion Wahrheit. Ich befinde mich mitten drin in dem Strudel dieser Entscheidung. Und eins kann ich mit Sicherheit sagen:
Es wird einem nicht leicht gemacht. Der ganze Papierkram, Handwerkskammer, Berufsgenossenschaft, Finanzamt (besonders unterhaltsam ;-)), das Kümmern um Präsenz in diversen Kanälen (Website, Blog, Verzeichnissen, Netzwerken) und die allgemeine Organisation eines Geschäfts (Dienstleister finden, PC Probleme lösen, Mails beantworten, Datensicherung), kosten viel Zeit und Kraft.
Wenn man dieses Pensum neben dem ‘richtigen’ Full-time Job bewältigt, verbringt man die Abende vor dem PC und die Wochenenden hinter der Kamera. An dieser Stelle mal ein großes Dankeschön an unsere Freunde, bei denen ich teils ziemlich unsichtbar geworden bin. Es wird besser. Versprochen.
Warum tut man sich diesen Höllenritt an?
Ganz einfach: weil man weiß, dass es richtig ist.
Weil es sich so richtig anfühlt wie ein strahlend blauer Himmel bei 25° C, so richtig, wie einem geliebten Menschen eine Freude zu machen und so richtig, wie verliebt zu sein und zu wissen, dass es gut wird. Und weil man für die Sache eine Leidenschaft entwickelt ohne die man nicht mehr sein mag.
Weil es genau das ist, was mir auf der Seele brennt, werde ich noch zwei Stunden vor dem Rechner dran hängen, ein Shooting weiter bearbeiten und mich über die Gewissheit freuen, dass es richtig ist, was ich tue. Dass es so sein soll. Dass es gut ist, wie es ist.
by katja
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