Peru – Bolivien – Argentinien
Diese Reise hat unsere Erwartungen übertroffen. Nicht nur, weil wir absolut erholt und voller neuer Energie heimgekehrt sind, sondern vor allem, weil wir diese wunderbaren Länder mit ihren offenen, herzlichen Menschen authentisch erleben durften.
Wir waren mit dem Rucksack unterwegs, sind gelaufen, Zug, Bus und Rad gefahren, haben lecker gegessen und Kultur und Landschaft bestaunt. Überall wurden wir mit offenen Armen empfangen und oft war es weniger touristisch als mancher Reiseführer schrieb. Wir haben uns nicht einmal unsicher gefühlt und waren begeistert, wie gut alles geklappt hat.
Die Fülle an Bildern hat meine externe Festplatte gut gefüllt und ich muss sie erst sortieren und bearbeiten. Ein paar Highlights hab ich aber schon mal rausgefischt. Sobald ich die anderen Bilder fertig habe, werde ich auf der Website eine Galerie dazu erstellen, so dass Ihr Euch bequem zurücklehnen und virtuell mitreisen könnt.
Peru
Lima liegt an 9 von 12 Monaten unter einer dicken Nebeldecke, die Sonne kommt so gut wie nicht durch. Der Anflug über den Amazonas und die Anden ist beeindruckend, aber das Wetter und die Abgase würden mir schwer auf die Stimmung schlagen. Die Stadt selbst ist o.k. zum Aklimatisieren, ist aber nach 2 Tagen auch erkundet.


Viel besser hat uns Cusco gefallen – das Zentrum des Inka Reichs. Schon lange wollte ich die Mauern der Inka sehen. Die Steine, die ohne Mörtel aufeinander gesetzt sind, so präzise, dass kein Blatt Papier dazwischen passt, haben mich völlig fasziniert. Hier haben wir auch zum ersten Mal die Höhe gespürt: Cusco liegt auf ca. 3.400m. Da kommt man schon mal ins Schnaufen beim Bergaufgehen. Coca Tee soll ja helfen, aber der schmeckt ein bisschen nach Hamsterstall und mehr als eine Tasse hab ich nicht runter bekommen…



Sehr nett wohnen kann man ürbigens im Ninos Hotel in Cusco.

Cusco war auch die Ausgangsbasis für das erste Highlight unserer Reise: Machu Picchu.
Zugegeben, es ist touristisch. Leider. Wir haben versucht die Besuchermassen zu umgehen und waren schon um 6.00 Uhr am Eingang. Das Bild, das sich uns bot, war grandios. Diese wunderschöne Stadt, die auf dem Berg trohnt, friedlich, still und irgendwie in sich ruhend, strahlt etwas ganz eigenes aus. Wenn man die Augen schließt und sich vorstellt, wie hier Menschen gelebt und gearbeitet haben, wie die Terrassen bepflanzt und die Gebäude gedeckt waren, kann man eine leichte Gänsehaut nicht verhindern.
Auf Grund der begrenzten Zeit haben wir uns gegen den 4tätigen Aufstieg über Inca Trail entschieden. Obwohl alle, die dies getan haben, begeistert davon berichten, trauern wir der Entscheidung nicht nach. Die Strecke ist kein Pappenstiel und was es heißt in dieser Höhe zu wandern, haben wir bei der Besteigung des Huayna Picchu (der rechte Berg hinter der Stadt) schon gemerkt.



Mit dem historischen Andean Explorer sind wir von Cusco nach Puno gefahren und haben den La Raya Pass auf 4.300m überquert. Orientexpress Feeling in Südamerika…



Oje, ich merke, dass dieser Post viel zu lang wird… Dabei wollte ich mich ja auf die Highlights beschränken.
O.k., nur noch ein paar Blitzlichter der Tour, alle anderen bekommt ihr dann in der Slideshow zu sehen.
Bolivien
Der Titicaca See mit den schwimmenden Schilfinseln und der Isla del Sol.


La Paz – Jugendstil Prachtbauten, Hexenmarkt, dünne Luft.

Von La Paz aus haben wir noch nen Tagesausflug in die Yungas unternommen und sind “The worlds most dangerous road”, auch “Death Road” genannt, mit dem Mountainbike runter gefahren. Die Strecke führt von einem Pass durch verschiedene Klimazonen bis hinunter in den Regenwald. Bekannt ist sie aber hauptsächlich deshalb, weil sie quasi in die Berge geschlagen wurde, d.h. an der einen Seite ist nur Fels und an der anderen der Abgrund. Letzterer führt meist über 500 Meter in die Tiefe des Regenwalds. Es gab viele Todesopfer auf dieser Strecke, weshalb vor 3 Jahren eine neue Umgehungsstraße gebaut wurde.
Auf der Death Road fahren nun kaum mehr Fahrzeuge und sie eignet sich hervorragend zum Mountainbiken. Ein guter Touranbieter ist Pflicht, denn man braucht orgentliches Equipment auf dieser Strecke. Die Straße ist teils steinig und sandig, teils matschig nach den Wasserfällen. Gravity können wir sehr empfehlen.
Das war der Tag, an dem ich die Kamera nicht mit hatte. Die folgenden Bilder sind von einem der Guides, die dabei waren.


Weiter gings in Bolivien mit einer 3tätigen Tour durch die Salar de Uyuni, einer der größten Salzseen der Erde.


Die Landschaft in Bolivien ist beeindruckend, vor allem die Lagunen mit den Flamingos haben uns begeistert. Dann gabs noch heiße Quellen, Vulkane und eine farbenprächtige Gebirgskette…




Und nach so viel Natur (und Staub :-)) taten die restlichen 3 Tage in Buenos Aires einfach nur gut. Ein bisschen Europa, ein bisschen Amerika, leckere Steaks, shoppen - der perfekte Abschluss!


Wow, was für ein langer Post. Wenn man einmal angefangen hat… Seht es mir nach!
Ich freue mich jetzt auf die nächsten Shootings. Eine Hochzeit steht noch an, zwei Baby Shootings und ein Paar möchte ebenfalls schöne Bilder von sich haben.
Wünsche Euch ein gemütliches Herbstwochenende, an dem man ganz ohne schlechtes Gewissen zu Hause rumlungern kann. Mit Kaffee und Kuchen :-)
by katja
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